Die Stiftung Jüdisches Museum Creglingen präsentiert im Zeitraum 10. April bis 01. Juni 2025 die Ausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V.

Die Ausstellung stellt Frauen vor, die sich mutig gegen das NS-Regime gestellt haben. Sie halfen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, besorgten gefälschte Papiere, organisierten den Widerstand oder verteilten Schriften.

Die Ausstellung zeigt 18 prominente und weniger bekannte Frauen aus allen sozialen Schichten und politischen Lagern und verdeutlicht die Vielschichtigkeit des Widerstands sowie die Bedeutung dieser Geschichte für uns heute.

Die Plakate wurden von der renommierten Münchner Grafikerin Carolin Lintl gestaltet; sie verbinden historische Fotos, Dokumente, Kurzbiografien und Zitate. Jedes Plakat ist mit einem QR-Code versehen, der zur digitalen Ausstellung führt. Dort finden die Ausstellungsgäste ausführliche Porträts, Videos, Audios sowie weitere Materialien zu den vorgestellten Personen.

Die Ausstellung wird am 10. April um 19:00 Uhr im Jüdischen Museum eröffnet. Den Einführungsvortrag wird Kirchenrat Dr. Björn Mensing halten.

Dr. Mensing, geb. 1962 in Lüneburg, ordinierter Theologe und promovierter Historiker, nach Gemeindedienst in Garmisch-Partenkirchen und Gauting ab 1996 Studienleiter im Evangelischen Bildungswerk Bayreuth und ab 1998 Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Universität Bayreuth, seit 2005 Pfarrer der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau und damit Leiter des zentralen Gedenkorts der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Opfer des Nationalsozialismus. Veröffentlichungen zum Thema Kirche und Nationalsozialismus und zur biographischen Erinnerung an NS-Verfolgte. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern zeichnete Björn Mensing 2009 mit dem „Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis“ aus und verlieh ihm 2016 den Titel Kirchenrat. In den nun bald 20 Dienstjahren in Dachau lernte er zahlreiche KZ-Überlebende persönlich kennen.